Kunstler Maron Kazak
Tafelgrafik
Trancesymbolismus
Moskau, Russland

Was ich male, kann man nicht sagen. Man muss sterben.
Trancesymbolismus… Man kann diesen Begriff in gewissem Ma?e nutzen um wie ich arbeite zu erlautern.
Meine Bilder zeigen eine angehaltende Sekunde zwischen dem Leben und dem Tod.
Es gibt einige Dinge, die man mit der Sprache gar nicht erklaren kann. So, es ist sehr kompliziert uber das Leben und den Tod zu sprechen. Man kann ja nicht schildern, was der Mensch bei der Geburt fuhlt. Es ist genau so kompliziert das Gefuhl, das man beim Tod hat, darzustellen. Das Leben schreckt uns, aber es ist verstandlich fur uns. Wir haben keine Ahnung, was vor dem Tod geschieht. Im Laufe der letzten Jahren verfolge nur einen Moment. Ich arbeite an ihn und verkorpere ihn: ich interessiere mich fur das Leben des Menschen in solchem Stadium, wenn eine Person noch hier, aber schon „dort“ ist. Ich zeichne einen Augenblick, nein, einen Bruchteil einer Sekunde des Lebens und der Todes.
Es gibt ein Beispiel in der chinesischen Philosophie: wenn eine Klinge ein Auge schneidet, das Auge kann alles sehen bis die winzigen Einzelheiten, wenn man bald tot wird. Dieser Moment interessiert mich. Ich versuche immer zu verstehen, wo es das Leben gibt und wo ist es schon zu Ende ist. Ich meine nicht im physischen, sondern im philosophischen Sinn. Ich vorfuhre nicht den Abschnitt zwischen das Leben und den Tod. Es scheint mir, dass es genug ist den Ubergang zu zeigen. So man kann ubrig verstehen. Wenn es mir gelingt, diesen Ubergang darzustellen, das gottliche Ratsel geoffnet wird.
Eintritt des Trancezustands lasst mir die abstrakten Dinge zeichnen, weil es mir eine besondere Sprache gibt – die Sprache der Symbole des Seines und des Nichtseines. Ich trete diesem Zustand durch die Vorlagen ein. Ein Papierblatt und ein Bleistift wirken wie „Tablette“.
Wenn ich schaue „dort“, mein Werk sehr hell wird, wei?. Ich mache es ohne Absicht. Wenn ich „hier, auf der Erde“ bin, wird mein Werk dunkle. Man kann durch meinen Werke verstehen, bin ich „hier“ oder „dort“.
Wonach strebe ich … Ich sterbe nach einem wei?en Papierblatt. Woraus weggehe ich, dort ich zuruckkomme. Ich kampfe zwischen den Wei? und den Wei?. Wenn ich fange ein Werk an, ist es sehr dunkel. Aber meine Strebung ist das Ratsel des Todes zu losen und ich komme zu dem Wei?. Das Anfangswei? ist nicht das Wei?, das ich am Ende habe. Am Anfang ist es die Unwissenheit, die Blindheit.